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Klima- und Naturschutz schließen sich nicht aus: Erneuerbare-Energie-Verbände beziehen Stellung zu „Manifest“ des WWF

14 Verbände unterzeichnen Erklärung gegen Anti-Wasserkraft-Manifest des World Wide Fund for Nature – Wasserkraft ist unverzichtbar und von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung

Deutschlandweit wehren sich Verbände der erneuerbaren Energien gegen eine Stellungnahme des World Wide Fund for Nature (WWF). Der fordert in einem „Manifest“ den Stopp der Förderung von Wasserkraft in ganz Europa. 14 Verbände aus dem Erneuerbare-Energien-Sektor beteiligen sich nun an einer Gegenerklärung – denn Wasserkraft ist unverzichtbar für Klima- und Artenschutz.

Das Manifest des WWF mit dem Titel „Stoppt neue Wasserkraft in Europa“ stellt die Energiegewinnung durch Wasserkraft an den Pranger. Demnach sei die Wasserkraft als nachhaltige Energiequelle nicht mit dem Umwelt- und dem Klimaschutz vereinbar. Die Forderung des WWF an die Institutionen der Europäischen Union: den Bau neuer Wasserkraftwerke ebenso wie die Sanierung bestehender Anlagen nicht länger zu unterstützen.

14 Verbände haben deshalb eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Sie erläutert, warum Ausbau und die Pflege bestehender Wasserkraftwerke unverzichtbar für den Klimaschutz sind:

  • Die Energiewende verlangt eine breit aufgestellte und dezentrale Energiegewinnung. Wasserkraft kann die schwankende Energiegewinnung aus Sonne und Wind ideal ergänzen.
  • Die gesamtgesellschaftlichen Kosten der Wasserkraftnutzung sind im Vergleich aller Energieerzeugungsformen am niedrigsten. Gleiches gilt für den CO2-Fußabdruck und die Umweltfolgekosten der Wasserkraft.

Auch aus ökologischer Sicht sind die Argumente des WWF deutlich zu kurz gegriffen:

  • Betreiber von Wasserkraftanlagen sehen sich dem Ziel verpflichtet, Ökosysteme zu verbessern und sie zu schützen – gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.
  • Zudem können Trockenperioden oder Überschwemmungen durch Wasserkraftwerke in Einklang mit nachhaltiger Land- und Forstwirtschaft besser reguliert werden.
  • Neue Anlagen könnten zusammen mit ökologischen Verbesserungen in bestehende Dämme integriert werden, um Klima- und Naturschutz gleichermaßen Rechnung zu tragen.

Grundsätzlich braucht es einen gesamtgesellschaftlichen Blick auf die Nutzung der Wasserwirtschaft, denn Wasserkraft ist mehr als nur Energie-Erzeugung. Ein Ende der Förderung des Ausbaus und der Sanierung von Wasserkraft-Analgen wäre ein schwerer Schlag für den europäischen Klimaschutz. Das Gegenteil muss jetzt getan werden: Politik und Wirtschaft in Europa müssen gemeinsam vorhandenes Potenzial mit modernen Wasserkraft-Anlagen naturverträglich nutzen. Zudem sollten bestehende Anlagen modernisiert und stillgelegte Standorte reaktiviert werden.

Die gesamte Stellungnahme können Sie unter folgendem Link einsehen:
 Wasserkraft ist unverzichtbar für Klima- und Artenschutz

Der Wasserkraftverband Mitteldeutschland e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung des ökologischen Energieträgers Wasserkraft in Sachsen und Sachsen-Anhalt zu fördern und zu begleiten und für den Ausbau der Wasserkraft aktiv zu werben. Der Verband mit seinen mehr als 200 Mitgliedern ist Ansprechpartner für alle Fragen zur Wasserkraft. Er versteht sich einerseits als Interessenvertretung der Betreiber von Wasserkraftanlagen gegenüber Politik und Verwaltung in Sachsen und Sachsen-Anhalt, andererseits aber auch Interessenvertreter interessierter Personen und Firmen, die am Ausbau der erneuerbaren Energien Interesse haben.

 

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