Wasserkraftverband Mitteldeutschland e.V.

Mitgliederversammlung 2017

Wasserkraftverband Mitteldeutschland e.V. – eine breite Basis für die Zukunft

Der Verband der Wasserkraftwerksbetreiber Sachsen und Sachsen-Anhalt e.V. hat auf seiner Mitgliederversammlung am 17. November 2017 in Merseburg beschlossen, zukünftig den Namen „Wasserkraftverband Mitteldeutschland e.V.“ zu führen.  

Die jährliche Mitgliederversammlung des Verbandes fand am 17. November 2017 erstmals in Merseburg statt. Oberbürgermeister Jens Bühligen hieß weit mehr als 100 Teilnehmer in seinem Grußwort im Schlossgartensalon willkommen. Zentrales Thema des zunächst internen Teils der Versammlung war die Umbenennung des Verbandes in „Wasserkraftverband Mitteldeutschland e.V.“, die mit breiter Zustimmung vollzogen wurde.

„Ich betrachte dies als eine notwendige Weiterentwicklung des Verbandes, denn das Interesse an unserer Arbeit ist in den letzten Jahren über die Grenzen von Sachsen und Sachsen-Anhalt hinaus stetig gewachsen. Wir wollen in den nächsten Jahren im gesamten mitteldeutschen Raum aktiv sein und für die Nutzung der Wasserkraft in einem ökonomisch-ökologischen Gleichgewicht eintreten“, begründet Alexander Düsterhöft, Präsident des Verbandes, den Schritt.

In dem sich anschließenden öffentlichen Teil gaben zunächst alle anwesenden Vertreter der Landtagsfraktionen beider Bundesländer von CDU, LINKE und Bündnis 90/Die Grünen ein klares Bekenntnis zur Zukunft der Wasserkraft unter Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbe-dingungen ab. Dieses Bekenntnis bleibt insbesondere den Betreibern von Wasserkraftan-lagen in Sachsen nach wie vor wichtig. Zu nachdrücklich wirkt die Wasserentnahmeabgabe auf die Nutzung der Wasserkraft nach, auch wenn sie bereits wieder abgeschafft wurde.

Im Rahmen der Fachvorträge konnte Burkhard Henning vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz Sachsen-Anhalt (LHW) zu einem Vortrag zur Gewässer­entwicklungs­konzepten im Kontext der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) gewonnen werden. In diesem Zusammenhang trat Henning für einvernehmliche Lösungen mit allen Betroffenen, auch den Wasserkraftbetreibern, im Rahmen der Erfüllung der Anforderungen der EG-WRRL ein und betonte die dafür notwendige Kommunikation.

Karin Kuhn vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie des Freistaates Sachsen (LfULG) stellte im nachfolgenden Vortrag dem Auditorium das Internetangebot des LfULG rund um die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie vor. Auch für Wasserkraftbetreiber wichtige hydrologische Kennwerte sind in Sachsen standortgenau im Internet abrufbar.

In einem weiteren Vortrag von Dr. Helmut Loibl, Rechtsanwalt aus Regensburg, ging es um die neuen Meldepflichten nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die hier drastisch gestiegenen Anforderungen an die Betreiber von Erzeugungsanlagen wurden ebenso thematisiert wie die Sanktionen bei Verletzung der entsprechenden Meldepflichten.

Im Anschluss daran bestand für alle Besucher und Teilnehmer der Veranstaltung die Möglichkeit, die Wasserkraftanlage von Helmut Soller auf der Merseburger Mühleninsel zu besuchen. Ein technisches Schmuckstück und ein gelungenes Beispiel dafür, dass die Nutzung der Wasserkraft in einem ökonomisch-ökologischen Gleichgewicht möglich ist.